Müde, aber kannst nicht abschalten?

Du kennst das wahrscheinlich:

Der Tag war lang. Du bist eigentlich völlig platt.

Endlich sind alle im Bett. Niemand ruft mehr „Mama!“, keine Mail muss mehr beantwortet werden und du könntest eigentlich einfach schlafen.

Aber dein Kopf?

Der hat offenbar andere Pläne.

Du gehst noch schnell ans Handy. Denkst über den morgigen Termin nach. Erinnerst dich an die Wäsche. Spielst ein Gespräch vom Tag noch einmal durch.

Und plötzlich ist es 23:30 Uhr.

Du bist müde.

Aber nicht wirklich ruhig.

Warum Müdigkeit nicht automatisch bedeutet, dass du abschalten kannst

Wir denken oft:

Müde = hinlegen = schlafen.

So einfach ist es aber nicht immer.

Wenn dein Tag aus vielen Anforderungen, Entscheidungen und kleinen Unterbrechungen besteht, kann es sein, dass dein Körper zwar erschöpft ist, aber noch gar nicht richtig im Feierabend angekommen ist.

Und genau deshalb hilft manchmal auch der Gedanke

„Jetzt entspann dich doch endlich!“

überhaupt nicht.

Im Gegenteil. 😄

Du brauchst nicht noch mehr Druck.

Du brauchst einen Übergang.

1. Mach nicht direkt den Sprung von „Funktionieren“ zu „Schlafen“

Vielleicht kommst du gerade von der Arbeit, hast noch gegessen, die Kinder versorgt, die Küche aufgeräumt und plötzlich soll dein Körper innerhalb von drei Minuten auf Ruhe umschalten.

Das ist ein ziemlich großer Sprung.

Probier stattdessen einen kleinen Übergang:

Zieh dich bewusst um.

Geh ein paar Minuten an die frische Luft.

Mach das Licht etwas dunkler.

Oder nimm dir zwei Minuten, in denen du einfach sitzt und deinen Körper wahrnimmst.

Nicht als neue Abendroutine.

Sondern als Signal:

Der Tag ist vorbei. Ich muss gerade nichts erledigen.

2. Hör auf, Entspannung erzwingen zu wollen

Manchmal liegen wir im Bett und denken:

„Ich muss jetzt schlafen.“

Und je länger es nicht klappt, desto mehr ärgern wir uns.

Auch hier kann eine andere Frage helfen:

„Wie fühlt sich mein Körper gerade an?“

Ist dein Kiefer angespannt?

Sind deine Schultern hochgezogen?

Ist dein Bauch fest?

Wie fühlt sich dein Atem an?

Du musst nichts davon sofort verändern.

Erst einmal wahrnehmen.

Manchmal entsteht Entspannung eher aus diesem Zuhören als aus dem Versuch, sie mit Gewalt herzustellen.

3. Dein Handy ist nicht automatisch das Problem

Ja, langes Scrollen direkt vor dem Schlafen kann ungünstig sein.

Aber ich finde eine andere Frage mindestens genauso interessant:

Was suchst du gerade auf deinem Handy?

Ablenkung?

Ein bisschen Zeit nur für dich?

Kontakt?

Belohnung nach einem langen Tag?

Oder einfach fünf Minuten, in denen niemand etwas von dir möchte?

Wenn du das bemerkst, kannst du anfangen, dir genau das auf eine andere Art zu geben.

Vielleicht brauchst du gar nicht mehr Bildschirmzeit.

Vielleicht brauchst du mehr Zeit, die wirklich dir gehört.

4. Probier eine kleine somatische Praxis

Du musst abends keine komplette Yogastunde machen.

Manchmal reichen ein paar Minuten, in denen du deinen Körper wieder bewusst wahrnimmst.

Wenn du das direkt ausprobieren möchtest, findest du auf meinem YouTube-Kanal verschiedene kurze somatische Übungen und Yoga-Praktiken für den Abend.

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Und auch hier gilt:

Du musst dich danach nicht perfekt entspannt fühlen.

Frag dich einfach:

Ist etwas anders als vorher?

5. Und wenn Gefühle auftauchen?

Das kann passieren.

Wenn du einmal wirklich innehältst, merkst du vielleicht plötzlich, wie erschöpft du bist.

Oder du wirst traurig.

Oder wütend.

Auch das darf da sein.

Du musst nicht jedes Gefühl sofort wegmachen.

Vielleicht erzählt dir deine Wut gerade etwas über deine Grenzen.

Vielleicht zeigt dir die Müdigkeit, wie lange du schon über deine eigenen Bedürfnisse hinweggegangen bist.

Und vielleicht ist heute einfach nicht der richtige Moment, genauer hinzuschauen.

Du entscheidest.

Eine kleine Übung für heute Abend

Bevor du heute ins Bett gehst, nimm dir zwei Minuten.

Setz dich hin.

Schließ die Augen, wenn es sich angenehm anfühlt.

Und frag dich:

Wie fühlt sich mein Körper gerade an?

Wo spüre ich Spannung?

Wo ist es angenehm?

Was brauche ich gerade?

Du musst keine Antwort finden.

Vielleicht reicht es, die Frage einmal zu stellen.

Du möchtest herausfinden, was dein Körper gerade braucht?

Dann ist mein kostenloser 5-Tage-Reset vielleicht genau das Richtige für dich.

Fünf Tage lang bekommst du kleine Impulse und Übungen, die dich dabei unterstützen, wieder mehr wahrzunehmen und herauszufinden:

Was spüre ich?
Was brauche ich?
Was tut mir gerade gut?

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Denn manchmal brauchen wir nicht noch eine Methode, um besser zu funktionieren.

Sondern einen Moment, in dem wir aufhören zu funktionieren.

Und wieder anfangen zu spüren.

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